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Dokumentation
Produktionsdaten
Abbildung:
Titel:Sklaverei / Slavernij
Medienart:Video-Kassette
Herausgeber:Teleac/NOT 
Hersteller-Land:Niederlande 
Hersteller-Ort:Hilversum 
Hersteller-Jahr:2003 
Produktumfang:1 Video, 1 Schülerarbeitsbuch, 1 Dozentenhandreichung 
Begleitmaterial:1 Schülerarbeitsbuch, 1 Dozentenhandreichung 
Systemvoraus-
setzungen:
Video-Recorder 
Inhalt
Abstract:Dreiteilige Serie, die die Rolle der Niederlande in der Kolonialgeschichte thematisiert und kritischen Umgang damit fordert. Anhand zweier Schüler, die ein Referat über das Thema Sklaverei erstellen sollen, wird dem Zuschauer von heute ein verdrängtes Kapitel der niederländischen Geschichte nachvollziehbar und verständlich gemacht. 
Inhalt:Das Video besteht aus einer dreiteiligen Fernsehserie, die sich mit Sklaverei und der Rolle, welche die Niederlande dabei spielten, beschäftigt. Hauptthema ist ein kritischer Umgang mit den Schattenseiten der Kolonialgeschichte der Niederlande.
Retrieval
Bildungsbereich:Sekundarstufe I 
Bildungskategorie:interkulturelle Bildung, ethische Bildung, historische Bildung 
Ethik-
Themenfeld:
1. Kulturelle Identität und interkulturelle Verständigung
1.1. Kulturelle Identität und interkulturelle Verständigung im Blickwinkel der Vergangenheit
Schlagwort:Ethik, Menschenwürde, Toleranz, Sklaverei, Bildungsmedium, Geschichte, Niederlande
Systematik:Ethik, Geschichte
Auszeichnung
Auszeichnungs-Art:Euromedia-Medaille 
Auszeichnungs-Jahr:2004 
Auszeichnungs-Ort:Berlin 
Auszeichnungs-text:‚Sklaverei‘: drei Spielfilme von der Stiftung Teleac/NOT Schulfunk Anfang 2004 strahlte Schooltv, ein Teil des Schulfunks Teleac/NOT, eine dreiteilige Fernsehserie über Sklaverei und die Rolle, die die Niederlande dabei gespielt haben, aus. Die Schattenseiten in der Kolonialgeschichte der Niederlande werden kaum im Geschichtsunterricht für Jugendliche thematisiert. Die Serie richtet sich deshalb an Schüler in den letzten beiden Grundschulklassen (11- bis 12-Jährige) sowie in den ersten drei Jahren der weiterführenden Schule (12- bis 15-Jährige). Auf sehr ansprechende Weise lernen die Schüler in der Serie Paul und Ronald kennen, die ein Referat über die Sklaverei vorbereiten. Sie machen die Entdeckung, dass niederländische Kaufleute mit niederländischen Schiffen im achtzehnten Jahrhundert in Afrika Sklaven von Sklavenhändlern kauften und dann zu den Antillen (West-Indien) oder Surinam brachten. Dort wurden sie an meist weiße Besitzer von Plantagen verkauft. Es wird gezeigt, wie die Sklaven eines bestimmten Volkes von einem Nachbarvolk gefangen genommen und an die niederländischen Kaufleute verkauft werden, wie sie in einem Fort gefangen gehalten und schließlich auf einem Segelschiff zusammengepfercht werden. Während der Fahrt über den Atlantischen Ozean ist die Versorgung so schlecht, dass einige Sklaven sterben. Einmal am Bestimmungsort angekommen, werden sie so geschunden, dass viele von ihnen früh sterben. Ronald hört von seiner Großmutter, dass seine Vorfahren Sklaven auf Curacao waren und wie sie dort behandelt wurden. Er erfährt alles über Tula, den Anführer eines Sklavenaufstandes auf Curacao. Sklaven, denen die Flucht gelang, führten ein gefährliches Leben im Urwald. Oft wurde auf die „Marrons“ Jagd gemacht. Schließlich schlossen die Niederländer Frieden mit ihnen. Die Sklaverei wurde 1863 abgeschafft. Es sollte aber noch bis 2002 dauern, bis in Amsterdam ein Denkmal für die Sklaven enthüllt wurde. Die Serie wird ergänzt durch ein Schülerarbeitsbuch und eine Dozentenhandreichung. Durch die eindringliche Erzähllinie und dem diskussionsfördernden Begleitmaterial gelingt es den Produzenten der auch auf Video erhältlichen Fernsehserie, ein verdrängtes Kapitel der niederländischen Geschichte für junge Leute von heute nachvollziehbar und verständlich zu machen. Dieses School-tv-Projekt wurde unter anderem von der nationalen Plattform niederländische Sklavereigeschichte ermöglicht, die gegründet wurde, um das Tabu rund um die Sklaverei zu brechen. Die Schüler werden durch die Serie und das Begleitmaterial auch dazu angeregt, über die Folgen der Sklaverei bis heute nachzudenken. Einblicke in ein historisches Phänomen führen auf diese Weise zu mehr Verständnis für aktuelle Probleme, insbesondere die Frage von Integrationsprozessen in der multikulturellen niederländischen Gesellschaft von heute. Die Jury ist davon überzeugt, dass Teleac/NOT mit ‚Sklaverei‘ einen prägenden Beitrag zum historischen Bewusstsein und dem aktuellen Erleben eines Geschehens aus der Vergangenheit geleistet hat, die heute noch viele Fragen aufkommen lässt. Die Serie motiviert die junge Generation, sich ein eigenes Urteil zu bilden.  
Laudator:Univ.-Prof. Dr. Joan Hemels 
Bewertung
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