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Dokumentation
Produktionsdaten
Abbildung:
Titel:"Ich schreibe auch über dich" / I also write about you / Miep Gies´s Erinnerungen an Anne Frank
Medienart:Video-Kassette
Herausgeber:Anne-Frank-Haus Amsterdam; NBLC Stichting, Den Haag (Vertrieb); Anne Frank Zentrum Berlin 
Autor:Sluis, Wouter van der (Interview, Fachleitung, Regie); Gies, Miep; Plukker, Marianne (Produktion) 
Hersteller-Land:Niederlande 
Hersteller-Ort:Amsterdam 
Hersteller-Jahr:1998 
Produktumfang:1 Video 
Begleitmaterial:Cover 
Systemvoraus-
setzungen:
Videotechnik 
Inhalt
Abstract:Der Videofilm "Ich schreibe auch über dich" wendet sich an einen breiten Nutzerkreis in Schule, Aus- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung und bietet diesem ein biographisches Interview mit Miep Gies, die gemeinsam mit anderen die jüdische Familie Frank in Amsterdam vor den Faschisten versteckte und ermöglichte, daß das Tagebuch der Anne Frank unversehrt erhalten blieb. / The videofilm " I also write about you" is a biographic interview with Miep Gies, who hid from the fascists in Amsterdam together with another jude family Frank and made it possible that the diary of Anne Frank kept unhurt. The film has its adressat circle in the historical adults education, in the history classes and the private use. 
Inhalt:Bericht in Form eines Interviews, das in Amsterdam mit Miep Gies geführt wird, über das Leben der jüdischen Familie Frank, insbesondere über die Tochter Anne Frank. Die Schilderungen erstrecken sich auf einen Zeitraum von zwei Jahren, in dem sich Anne Frank und die anderen Untergetauchten während des Zweiten Weltkrieges in Amsterdam versteckt hielten. Veranschaulichung: ohne Hilfe von außen wäre diese Überlebenszeit nicht möglich gewesen. Miep Gies berichtet 1997/1998 über diese Zeit. Wieder geht sie durch das Hinterhaus (heute als Anne-Frank-Haus ein Museum in Amsterdam), um Fragen zur Geschichte um Anne Frank zu beantworten. Als Anne Frank gemeinsam mit anderen verhaftet wurde, bewahrte Miep Gies Annes Tagebuch auf. Als Anne Franks Vater Otto Frank, als einzig Überlebender nach dem Krieg nach Amsterdam zurückkehrte, übergab ihm Miep Gies das Tagebuch von Anne Frank. Es ist in über 50 Sprachen übersetzt worden und in vielen Ländern der Welt herausgegeben worden.
Retrieval
Bildungsbereich:Schule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Weiterbildung/Fortbildung, Erwachsenenbildung 
Bildungskategorie:ethische Bildung, europolitische Bildung, historische Bildung, politische Bildung 
Ethik-
Themenfeld:
4. Gewalt und Ausgrenzung
4.1. Gewalt und Verfolgung in der Zeit von 1933 bis 1945 – Zeitzeugen und Zeitzeugnisse
5. Solidarität und Gerechtigkeit
5.1. Solidarität und Gerechtigkeit für den Einzelnen
6. Bürger und Gesellschaft
6.1. Der Einzelne und die Gesellschaft
Schlagwort:Allgemeinbildung, Friedenserziehung, Geschichtsunterricht, Faschismus, Holocaust, Nationalsozialismus, Verfolgung, Widerstand, Ethik, Biographie, Kultur, Bildungsmedium, Dokumentarfilm, Unterrichtsmedium, Europa, Niederlande
Systematik:Ethik, Geschichte, Medienpädagogik, Pädagogik, Politische Bildung, Retten, Helfen, Schützen, Weiterbildung, Sachgebietsübergreifende Themen
Auszeichnung
Auszeichnungs-Art:Euromedia-Medaille 
Auszeichnungs-Jahr:1998 
Auszeichnungs-Ort:Bochum 
Auszeichnungs-text:(aus der Laudatio für die EURO-Comenius-Medaille der GPI e.V. 1998, vorgetragen am 10. Juli 1998 in der Festveranstaltung an der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen des "Europäischen Mediensommers" von Prof. Dr. Joan Hemels/Amsterdam im Namen der Sokrates-Projektgruppe EUROMEDIA und der GPI-Jury) Der Videofilm, bei dem Wouter van der Sluis Regie führt und als Interviewer in Erscheinung tritt, vermittelt eindrucksvoll: Zwei Jahre lang hielt sich Anne Frank mit ihrer Familie und anderen während des Zweiten Weltkrieges Untergetauchten in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt. Ohne Hilfe wäre das nicht möglich gewesen. Miep Gies, eine Helferin, berichtet emotional hoch wirksam über diese Zeit. Einfach zu helfen, so verstand Miep Gies ihre Aufgabe. Diese Botschaft wird in Bild und gesprochenem Wort treffsicher und rührend vermittelt.Der Videofilm hat die Form eines biographischen Interviews. Miep Gies hat Anne Franks bemerkenswerte Entwicklung in der beklemmenden Enge des Verstecks im Hinterhaus miterlebt. Als Anne zusammen mit anderen verhaftet wurde, bewahrte Miep Gies das von Anne Frank über zwei Jahre geführte Tagebuch auf, weil sie wußte, wie wichtig es für Anne war. Als der Vater Otto Frank als einziger Überlebender aus dem Krieg zurückkehrte, übergab ihm Miep Gies dieses Tagebuch. Heute ist es in aller Welt veröffentlicht und bekannt.Lebensgeschichtliche Interviews sind eine ambivalente Sache. Einerseits versprechen sie Unmittelbarkeit, direkte Erfahrung und Authentizität, andererseits beruhen sie auf einem Höchstmaß an Mittelbarkeit und indirekter Erfahrung. Das erzählende Individuum und seine Intentionen, die fragende und deutende Formgebung der Erzählung durch die Interviewer, die mediale Repräsentation des Erzählten in der Medienproduktion mit den Erinnerungen von Miep Gies an Anne Frank sind ein Mikrokosmos, an dem sich die Produktion eines kulturellen Gedächtnisses direkt beobachten läßt - zumindest, wenn man sich davon verabschiedet, das Interview als eine bloße Datenerhebung zu betrachten und es stattdessen als eine eigene soziale und historische Situation begreift, in der über Vergangenheit und ihre Deutung verhandelt werden. In diesem Sinne erlebt man ein gelungenes Werk. Zu diesem Urteil gelangte die Jury, als sie im Rahmen des Europäischen Medienwettbewerbs über Erlebnis, Bericht und Deutung in dem Videoband, verbunden mit den Erinnerungen von Miep Gies an Anne Frank, diskutierte und die Auszeichnung als herausragendes audiovisuelles Bildungsmedium befürwortete. Zur positiven Wertung des Videos gehört auch das Begleitmaterial - ein Leitfaden für Dozenten und Schüler, die \ 
Laudator: Prof. Dr. Joan Hemels 
Bewertung
durchschnittliche
Bewertung:
17.6 Punkte - empfehlenswertes didaktisches Multimediaprodukt – gut (2)
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