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Dokumentation
Produktionsdaten
Abbildung:
Titel:Welt der Habsburger - The World of the Habsburger
Medienart:Anderes Produkt
Herausgeber:Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. Wien, D+ Büro für Design (Entwicklung / Design / Interface), metascapes (Systementwicklung Content Management System / barrierefreies Interface), Univ.-Prof. Dr. Franz Eder, Univ.-Prof. Dr. Karl Voclka (Konzeption und wissenschaftliche Leitung) 
Autor:Mag. Julia Teresa Friehs, Mag. Stephan Gruber, Mag. Christine Linsboth, Mag. Martin Mutschlechner, Mag. Anita Winkler, Dr. Gloria Kaiser, Mag. Sonja Schmöckel 
Hersteller-Land:Österreich 
Hersteller-Ort:Wien 
Hersteller-Jahr:2008-2010 
Produktumfang:ca. 570 Kapitel und ca. 1.400 Abbildungen, über 2.000 Seiten Text Habsburger-Quiz mit 1 Frage täglich für mind. 2 Jahre 
Begleitmaterial:
Systemvoraus-
setzungen:
Flash-Player 10 (für Flash-Version), für barrierefreie HTML Version keine speziellen Voraussetzungen 
ISBN/
Mediennummer:
Inhalt
Abstract:Das AMP "die Welt der Habsburger" ist eine virtuelle Ausstellung über die Dynastie, die politische Geschichte sowie das wirtschaftliche und kulturelle Leben vom 13. bis zum 20. Jh. Anders als ein Lexikon bietet sie einen spielerischen und sehr intuitiven Zugang zum Thema. 
Inhalt:Die Welt der Habsburger – eine virtuelle Ausstellung in multimedialer Inszenierung www.habsburger.net Die „Welt der Habsburger“ beleuchtet in kritischer Weise und entlang des aktuellen Forschungsstandes die Geschichte der Habsburger und ihrer Zeit. Neben den berühmten VertreterInnen des Herrscherhauses beleuchtet die virtuelle Ausstellung auch die politische Geschichte und die allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen jener Zeit. Die Website zeichnet ein buntes Bild der Welt der Habsburger vom 13. bis ins frühe 20. Jahrhundert, das weit über die bisherigen textlichen und medialen Präsentationsformen virtueller historischer Ausstellungen hinausgeht. Die „Welt der Habsburger“ verbindet die Ausstellungsobjekte über Themen und Schwerpunkte und führt damit wie in einem realen Ausstellungsraum Storylines, Objekte und Texte zusammen. Jedes der Themen besteht aus mehreren meist inhaltlich abgeschlossenen Kapiteln oder Modulen, die je um ein Ausstellungsobjekt oder mehrere davon gebaut sind. In Summe gibt es über 500 inhaltliche Kapitelmodule in rund 100 Themenschwerpunkten und rund 1.400 Abbildungen bzw. Ausstellungsobjekte. Trotz dieses enormen Bild- und Textbestandes will die WdH keine Habsburger-Wikipedia oder -Enzyklopädie sein, auch kein neues Online-Österreich-Lexikon. Die Zielsetzung ist eine entlang inhaltlicher Zugänge und thematischer Schwerpunkte gestaltete virtuelle Ausstellung mit einem innovativen UserInterface, das den Besuch in der Geschichte zum Vergnügen macht. Zielgruppen Das Projekt ist so konzipiert, dass es für ein breites, nationales wie internationales Publikum geeignet ist: Schüler und Schülerinnen sowie Studierende, welche im Rahmen ihres Unterrichts / ihres Studiums die Welt der Habsburger durchsuchen, werden hier ein Fülle an nützlichen Informationen und Bildern sowie spannende Geschichten entdecken. Sie werden spielerisch zu Persönlichkeiten, Themen, Schauplätzen oder Aspekten geführt und so motiviert, tiefer in ihre eigene Geschichte einzudringen; Österreichische und internationale TouristInnen können die berühmten HabsburgerInnen und deren Zeit kennenlernen, sich über die historischen Hintergründe informieren oder sich in die damalige Zeit ‚versetzen’ und werden dadurch zum Besuch von realen Orten, Plätzen, Museen aus der Welt der Habsburger animiert und ein „allgemeines Ausstellungspublikum“, das sich für die Geschichte der Habsburger bzw. für die österreichische Geschichte interessiert, erhält einen breiten Einblick in die Politik-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte der Habsburgermonarchie. Digitale Narration Der Eintritt in die Welt der Habsburger erfolgt über Personen, Ereignisse und Schauplätze der Geschichte - jeweils repräsentiert durch Abbildungen realer historischer Objekte. Um diese „Kristallisationspunkte“ kreisen narrativ strukturierte Inhalte, die die musealen Objekte in konkrete Kontexte stellen. Kunst-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte finden dabei ebenso Berücksichtigung wie Politik- und Dynastiegeschichte. Die durchdachten Interfaces werden so zur camera obscura, die Schlaglichter auf die Bühne des Hofes, auf das Leben der Menschen jeden Standes, auf Revolutionäre und Beamte, Frauen, Kinder und Männer, Arbeiter und Aristokraten wirft. Visuelle Zeugnisse Besonders hervorzuheben ist die enorme Auswahl visueller Zeugnisse aus allen Epochen des Habsburgerreiches. Sie umfasst nahezu 1500 digitale Abbildungen, zur Verfügung gestellt von fast 50 Sammlungen und Institutionen. Hier wird es zusammengeführt, im Verbund mit der Fülle an Texten arrangiert und bringt so neue, unerwartete Bedeutungsinhalte hervor. Bis heute existiert nichts Vergleichbares im Web. Interface Ziel des Projekts war es, die umfangreiche Geschichte der Habsburger und ihrer Zeit in einem innovativen, zeitgemäßen Interface zu präsentieren. Zeitreise, Karte und Familienportrait sind Beispiele für neue interaktive Werkzeuge, die es heute ermöglichen, Geschichte und deren Geschichten neu erlebbar zu machen. Personen, Objekte, Orte und Ereignisse liegen eingebettet in Zeit und Raum und können vom User entdeckt werden. Bekanntes und Unbekanntes führt so zu den großen Themen und bietet immer wieder neue Perspektiven, die einerseits den Blick auf das Detail freigeben, anderseits den Gesamtkontext erhalten. Das Interface-Design bietet auf diese Weise völlig neue dynamische Medien- und Geschichtsbilder, welche die User immer wieder von Neuem zur Interaktion einladen – zur Interaktion mit Geschichte. Zur Idee des virtuellen Museums Die klassischen Aufgaben des Museums lassen sich unter den Schlagworten Präsentation, Vermittlung, Bildung sowie Forschen, Sammeln, Bewahren zusammenfassen. Die Vorteile eines virtuellen Museums liegen in der ortsunabhängigen Zugänglichkeit und in der nahezu unbegrenzten Speicherkapazität. Objekte, die auf verschiedene Institutionen oder verschiedene Länder verstreut sind, zusammenzuführen und nebeneinander zu stellen bzw. Objekte zu zeigen, die aus konservatorischen Gründen nur eingeschränkt oder gar nicht zugänglich sind. Die „Welt der Habsburger“ ist in Deutsch und Englisch mit Gratis-Zugang im Internet ausgestellt. Es handelt sich um ein datenbankbasiertes System, das darauf ausgelegt ist weiter zu wachsen. Damit ist die Möglichkeit gegeben, neue Materialien einzubauen und auf aktuelle Anlässe mit spezifischen Inhalten zu reagieren oder reale Ausstellungen mit der virtuellen Ausstellung zu verknüpfen. Facts & Figures Auftraggeber: Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 1130 Wien Laufzeit: 2008 – 2010 Mitarbeiter: 18 Mitarbeiter waren über die gesamte Projektphase Teil des Projektteams, bis zu 10 weitere Personen in einzelnen Projektphasen. Projektbudget: 600.000 Euro Die Kosten beinhalten Konzepterstellung, inhaltliche Recherche, Erstellung der Texte, Bildredaktion, Nutzungsgebühren, technische Umsetzung inklusive Entwicklung der Datenbank, Design, Grafik, Programmierung, Übersetzungen. Das Projekt wurde von der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. finanziert. Themen: ca. 90 Kapitel: ca. 570 Abbildungen: ca. 1.400
Retrieval
Bildungsbereich:Schule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Hochschule 
Bildungskategorie:interkulturelle Bildung, historische Bildung, politische Bildung 
Ethik-
Themenfeld:
7.2. Lebenschancen und Bildung
Systematik:Geschichte, Heimatraum, Region, Sachgebietsübergreifende Themen
Auszeichnung
Auszeichnungs-Art:Comenius-EduMedia-Siegel und Comenius-EduMedia-Medaille 
Auszeichnungs-Jahr:2011 
Auszeichnungs-Ort:Berlin 
Auszeichnungs-text:Welt der Habsburger – The World oft the Habsburgs: Österreichs Geschichte ist so weit und so nachhaltig von den Habsburgern bestimmt, dass es heute noch nicht und nicht mehr auskommt ohne deren Mythos. Dieser dient der historiologischen Begründung der Gegenwartslage von politischer Mentalität und repräsentativer Kultur wie auch der Interpretation der todesseligen Gemütslage oder der Lust am barock-biedermeierlichen Gepränge. Eben weil dieser Mythos das Klischee bedient, mit dem sich Österreich noch heute gerne veräußert und ablichten lässt und der Welt ein Bild von Unbedarftheit und naiver Glückseligkeit vormacht, das es nach innen gar nicht ist, eben deshalb ist es als ein Akt der tiefenpsychologischer Läuterung zu werten, wenn die Geschichte der Habsburger als die Welt der Habsburger im Kontext einer Organisation aufgearbeitet wird, die das Schloss Schönbrunn – der repräsentative Indikator dieser Welt - am touristischen Markt präsent macht. Natürlich interessiert dann besonders, ob und wie es dem Medienprodukt gelingt im Wege der virtuellen Ausstellung einen Zugang zur Thematik zu finden, der einerseits dem Tourismus einen Bildungshintergrund gibt, der aber zugleich auch der Intention von Bildung als kritischer Auseinandersetzung verfolgt. Genau das gelingt dem Portal. Es beleuchtet die Geschichte der Habsburger in entdeckendem Weißlicht, es stellt die Welt des Herrscherhauses in den Kontext seiner Zeit und macht so seine Errungenschaften wie auch seine Pathologien deutlich. Das Projekt verbindet die eigentlichen Ausstellungs-Objekte im Wege thematischer Kristallisationen und nützt Geschichten, um Geschichte zu machen. Das Medienprodukt, das als datenbankbasiertes offenes, also ausbaubares System funktioniert, wird seinem Ziel gerecht, die an sich schon umfangreiche Geschichte nicht noch umfangreicher, sondern inhaltsreicher und erlebbarer zu machen. Dafür nützt es die Technologie und die Effekte des Interface Designs, durch das Besucher mit der Geschichte in Dialog treten. Das Projekt ist ästhetisch und technisch zwar aufwendig gemacht, aber vermittelt im Gebrauch jene Leichtigkeit der Benutzung, die Lust macht sich darin zu vertiefen und zu versenken ohne sich dabei zu belasten. Das Ganze in Deutsch und English. „Die Welt der Habsburger“ ist innovatives Medienprojekt, das, wie die Jury meint, über das ihm schon zuerkannte Qualitätssiegel die besondere Auszeichnung der Comenius-EduMedia-Medaille verdient. 
Laudator:O. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer 
Bewertung
durchschnittliche
Bewertung:
18.8 Punkte - beispielhaftes didaktisches Multimediaprodukt – sehr gut (1)
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