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Dokumentation
Produktionsdaten
Abbildung:
Titel:Bräuche im Salzburger Land
Medienart:CD Rom
Herausgeber:Landesverband Salzburger Volkskultur & interact!multimedia 
Autor:Luidold, Lucia (Herausgeber); Kammerhofer-Aggermann, Ulrike (Herausgeber); Lanterdinger, Melanie (Redaktion) 
Hersteller-Land:Österreich 
Hersteller-Ort:Salzburg 
Hersteller-Jahr:2002, 2003, 2005 
Produktumfang:CD-ROM "Im Winter und zur Weihnachtszeit"; CD-ROM "Vom Frühling bis zum Herbst"; CD-ROM "In Familie und Gesellschaft" 
Begleitmaterial:1 Begleitheft, 56 Seiten 
Systemvoraus-
setzungen:
intel/ AMD Prozessor; 128 MB RAM; Windows 9x/ ME/ NT/ 2000/ XP; SVGA-Grafikkarte (800 x 600 Pixel, 256 Farben); CD-ROM Laufwerk; Maus; Soundkarte; Internetzugang  
ISBN/
Mediennummer:
3-901681-08-6 (limitierte Auflage) 
Inhalt
Abstract:Diese limitierte Auflage der Medienreihe "Bräuche im Salzburger Land" ist das Ergebnis eines Projekts zweier Institute (des Instituts für Salzburger Volkskultur und des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde). Die Reihe wendet sich an Schule, Aus- , Weiter- und Erwachsenenbildung.  
Inhalt:Eine dreiteilige CD-ROM Reihe für Wissenschaft, Schule und Praxis. Bräuche und Brauchtum zur Thematik: Im Winter und zur Weihnachtszeit. Vom Frühling bis zu Herbst. In Familie und Gesellschaft. "Im Winter und zur Weihnachtszeit": 60 namhafte AutorInnen beleuchten die Welt der Salzburger Bräuche. Mehrere hundert Seiten Text verbinden Traditionen, Gegenwart und Zukunft. Über 650, teils historische Bilddokumente, mehr als 30 Videos und fast 80 Tonbeiträge mit einer Länge von über 3 Stunden sowie hunderte Literaturhinweise und über 200 Internetlinks vertiefen dieses Nachschlagewerk rund um die kälteste Zeit im Jahr. "Vom Frühling bis zu Herbst": 109 namhafte AutorInnen informieren über die Welt der Salzburger Bräuche. Mehrere hundert Seiten Text verbinden Traditionen, Gegenwart und Zukunft. Über 900, teils historische Bilddokumente, 46 Videos und über 90 Tonbeiträge mit einer Länge von mehr als 4 Stunden sowie hunderte Literaturhinweise und über 400 Internetlinks vertiefen dieses Nachschlagewerk. "In Familie und Gesellschaft": über 100 namhafte AutorInnen beleuchten die Welt der Salzburger Bräuche. Über 1.200, teils historische Bilddokumente, 41 Videos und über 117 Tonbeiträge mit einer Länge von mehr als 4 Stunden sowie hunderte Literaturhinweise und über 900 Internetlinks vertiefen dieses Nachschlagewerk.
Retrieval
Bildungsbereich:Sekundarstufe II, Hochschule, Weiterbildung/Fortbildung, Erwachsenenbildung 
Bildungskategorie:eurokulturelle Bildung, interkulturelle Bildung, ethische Bildung, historische Bildung 
Ethik-
Themenfeld:
1. Kulturelle Identität und interkulturelle Verständigung
1.1. Kulturelle Identität und interkulturelle Verständigung im Blickwinkel der Vergangenheit
1.2. Kulturelle Identität und interkulturelle Verständigung in Gegenwart und Zukunft
Schlagwort:Spezialbildung, Wissenschaft, Deutsch, Geographie, Geschichtsunterricht, Musik, Sachkunde/Heimatkunde, Freizeit, Zeitgeschichte (Ereignisse nach 1918), Alltag, Arbeit/Beruf, Ethik, Familie, Frauen, Gesellschaft, Gewalt, Religion, Soziales, Theologie, Kultur, Kunst, Literatur, Medien, Bildungsmedium, Lernprogramm, Lernsoftware, Unterrichtsmaterial, Unterrichtsmedium, Österreich, Bürger, Politik, Wahl, Handwerk
Auszeichnung
Auszeichnungs-Art:Comenius-Medaille 
Auszeichnungs-Jahr:2005 
Auszeichnungs-Ort:Berlin 
Auszeichnungs-text:Bräuche sind keine eindeutigen Statements. Sie bemühen die Geschichte in vieldeutiger Weise: Als historische Reproduktionen sind sie kulturell produktiv und sozial produktiv sie machen Geschichte nicht nur zeichenhaft gegenwärtig, sondern auch sozial relevant. und interpretieren die Gegenwart historisch. wie sie G kann vielseitig genutzt und interpretiert werden. Es kann Ausdruck einer nostalgischen und vielleicht sogar wehmütigen Rückwärtsgewandtheit sein, eine Mythifizierung eines dem gegenwärtigen Alltag abhanden gekommenen Bräuche sind, wenn man sie von außen und funktional betrachtet, Orte der Tradition und der Wiederholung von Symbolik. Von innen betrachtet und kultursemiotisch ausgelegt, sind sie Dispositive der kollektiven Erinnerung, Bausteine der Kultursprache einer Region und – wie Sprache immer – ein generatives Moment der ästhetischen Aneignung von Gegenwart. Sie geben der Gegenwart die Bedeutung des vergangenen, Gelernten und Erlittenen wie sie umgekehrt den Erfahrungen der Vergangenheit eine Gegenwartsdeutung geben. Sie vergegenwärtigen die Geschichte einer sich sozial zusammengehörig empfindenden Region. In ihnen drücken sich Weltbild und Selbstverständnis aus, aus ihnen schöpfen Menschen Bedeutungen und Deutungsverweise für den gegenwärtigen Alltagsvollzug. Sie geben einen Handlungsrahmen für den Umgang mit Umwelt, Religion, Gemeinschaft, Heimat, Tradition und den darin eingewobenen Aussagen zur kollektiven kulturellen Identität einer Region. Die Medienreihe „Bräuche im Salzburger Land“, deren erste CD-ROM mit dem Untertitel „Im Winter zur Weihnachtszeit“ im Nov. 2002 fertig gestellt wurde, ist gedacht für den Gebrauch in Wissenschaft, Schule und Erwachsenenbildung. Sie ist das Ergebnis eines interdisziplinären und interinstitutionellen Projekts zweier Institute, Salzburger Volkskultur und Salzburger Landesinstitut für Volkskunde. Die CD_ROM „Winter zur Weihnachtszeit“ versteht sich – wie übrigens die gesamte noch in Produktion befindliche Reihe – als Tool des Wissenstransfers des zur Zeit bestehenden akademischen Forschungsstandes zur Thematik an ein breites öffentliches Publikum. Das Land Salzburg hat sich ein dezidiertes und kulturell betontes Leitbild zu Forschung, Erziehung, Bildung und berufsbegleitender Weiterbildung verschrieben, dem auch diese Produktion folgt. Bemerkenswert an dieser Produktion aber ist, dass im Sinne partizipativen Lernens Betroffene zu Beteiligten wurden: Wissenschafterinnen, Lehrende und Menschen, die im Brauchtum aktiv tätig sind, arbeiten produktiv zusammen, um über einen solchen direkten Austausch in der notwendigen Popularisierung von Inhalten nichts verloren gehen zu lassen und auch nichts dem regionalen Kitsch zuliebe zu trivialisieren. Bemerkenswert ist aber auch, dass, obwohl regionales Brauchtum dargestellt wird, angrenzende Nachbarländer so eingebunden werden, dass die Produktion auch in solchen Nachbarländern zu pädagogisch intendiertem Einsatz verwendet werden kann. Dazu trägt auch bei, dass die lange aufrechterhaltene disziplinäre grenze zwischen Volkskunde und Volkskultur durch eine integrativ- kulturwissenschaftliche Betrachtungsweise überwunden wird. Daher wurde auch in der gesamten Planung größtes Augenmerk darauf gelegt, die Kultur des Brauchtums als Ausdruck menschlicher Kreativität und Lebensgestaltung und als Dispositiv für Kommunikation darzustellen. Zeitliche, regionale und ethnische Sonderformen werden als gleichwertige Entwicklungen dargestellt. Die CD-Rom zeichnet sich überdies aus durch eine äußerst praktikabel angelegte Benutzoberfläche, inhaltlich reichhaltig und für den vielseitigen (Erwachsenenbildung, Schule, Studium) Gebrauch gut gemixt, im grafischen Design wohl temperiert und in den Tools (Lexika, Indices, Video, Lauftexte, interaktive Textbausteine, Bilder) so geführt, dass jeder Benutzer ohne technische Umständlichkeit leicht zu der gewünschten Materialauswahl findet. In Summe ist die Produktion ein gelungenes Beispiel für interdisziplinäre Kooperation, für kulturpädagogisches Engagement und für eine konzeptive Mediendidaktik. Aus diesem Grund schlägt die Jury vor, die CD-ROM „Winter zur Weihnachtszeit“ mit der Comenius-Medaille 03 auszuzeichnen und über diesen Weg die internationale Fachwelt auf die Arbeit der Projektgruppe aufmerksam zu machen. 
Laudator:O. Univ.-Prof. Dr. Thomas A. Bauer 
Bewertung
durchschnittliche
Bewertung:
17.2 Punkte - empfehlenswertes didaktisches Multimediaprodukt – gut (2)
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