Über die GPI
Pädagogik und Pädagogische Forschung
Die Gesellschaft für Pädagogik und Information wurde 1964 mit dem Ziel gegründet, die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet systematischer, wissenschaftlich begründeter Lehr- und Lernverfahren einer breiten Öffentlichkeit bekanntzumachen und ihre Einführung in Schule und Ausbildung zu fördern. Die GPI gründete sich 1964 als "Arbeitsgemeinschaft Programmierte Instruktion e.V." Jeweils durch Beschluß der Mitgliederversammlung wurde der Name der Gesellschaft 1966 in "Gesellschaft für Programmierte Instruktion und Mediendidaktik e.V." und schließlich 1980 in "Gesellschaft für Pädagogik und Information e.V." umbenannt. Die Gesellschaft befaßte sich zunächst mit dem Konzept der "programmed instruction", den Modellen der informationspsychologischen und systemtheoretischen Lerntheorien und mit Entwürfen für technische Hilfen für Unterricht und Ausbildung. Sie wirkte an der Entwicklung der Bildungstechnologie zu einer übergreifenden Theorie bildungsrelevanter Verfahren und Organisationsformen mit. Die GPI begreift sich heute als Fachverband für Pädagogik und pädagogische Forschung. Das Themenspektrum ihrer Arbeit reicht von der Problematik zeitgemäßer Bildungsinhalte angesichts rasch wechselnder Anforderungen durch Politik, Wissenschaft und Technik bis hin zur Entwicklung medienunterstützter Unterrichtshilfen, Fragen der Planung und Durchführung von didaktischen Prozessen, Entwicklung und Evaluierung von Bildungsmedien und medienpädagogischen Fragen zu Multimedia und Bildungsnetzwerken. Die GPI fördert ein enges Zusammenwirken von pädagogischer Wissenschaft und Praxis, sie ist dabei auf keine wissenschaftstheoretische oder bildungspolitische Position festgelegt. Professor Frank, Mitbegründer und Ehrenmitglied der GPI, führte dazu aus Anlaß des dreißigjährigen Bestehens der GPI aus: "Die GPI trägt - mit relativ geringfügigen Kurskorrekturen pädagogische Modeschwankungen ausgleichend - unsere bildungstechnologische Fackel in das vierte Jahrzehnt ... Der Erfolg und Bestand unserer GPI beruht nicht zuletzt darauf, daß sie von vornherein bestrebt war, die verschiedenen bildungstechnologischen Ansätze zu integrieren, d.h. einer freundschaftlichen Diskussion zwischen Vertretern unterschiedlicher Positionen Raum zu geben, statt diese oder jene polemisch oder taktisch auszugrenzen."

Die GPI ist bemüht, ihre Arbeitsergebnisse und konzeptionellen Vorstellungen den Institutionen von Bildungspolitik und Bildungsverwaltung vorzutragen. Sie nimmt gutachterlich Stellung zu den mediendidaktischen und bildungstechnologischen Fragen. Die GPI versteht sich als ein sachkompetentes Gremium von Wissenschaftlern und Praktikern, das seine Erfahrungen und Erkenntnisse der Bildungspolitik zur Verfügung stellt. Die GPI bemüht sich um eine angemessene Berücksichtigung von Medienpädagogik und Bildungsorganisation beim Auf- und Ausbau der Bildungssysteme und um die Sicherung von Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.
Zur Integration der Ergebnisse der Arbeiten auf dem Gebiet der Mediendidaktik und Bildungstechnologie in Deutschland hat sich die GPI seit 1990 in den neuen Bundesländern engagiert.